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Laut offiziellen Quellen wurde der Jungfrauenturm (Kız Kulesi) erstmals im 5. Jahrhundert v. Chr. von einem athenischen Kommandanten errichtet. Ursprünglich diente der Turm dazu, die durch den Bosporus fahrenden Schiffe zu überwachen und Steuern zu erheben. Nach der Übernahme Istanbuls durch die Byzantiner wurde der Turm zu Verteidigungszwecken verstärkt.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Turm mehrfach restauriert und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild während der Herrschaft von Sultan Mehmed dem Eroberer. In der osmanischen Zeit wurde er zu einem Symbol für Feierlichkeiten, bei denen an besonderen Anlässen wie Feiertagen und Thronbesteigungen Kanonenschüsse vom Turm abgefeuert wurden. Unter Großwesir Damat İbrahim Pascha diente der Turm auch als Leuchtturm.

Eine der bemerkenswertesten Nutzungen des Turms war seine Funktion als Quarantäne- und Krankenhausanlage während Epidemien. Während der Pest, bei der 20.000–30.000 Menschen starben, wurden Patienten im Turm isoliert, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Seit den 2000er Jahren ist der Jungfrauenturm eines der bekanntesten Wahrzeichen Istanbuls und weltweit bekannt.